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Morobe

Vom Schiffsanlegeplatz mit seinem Lagerschuppen des Gouvernements und der Händlersiedlung führt eine Straße zu den Stationsgebäuden auf den Hügeln rings-herum. In Serpentinen geht die mit bunten Kroton- und Zitronellagräsern eingefaßte breite Straße nach oben. Für Bequeme ist ein Rikschafahrdienst eingerichtet. Da-für wurde eine alte chinesische Rikscha importiert und ein paar einheimische Jungens ziehen und schieben das Gefährt in einer Viertelstunde hügelhoch. Bezahlung: Eine Stange Tradetabak und die Jungs antworten: „Dankesöön!“

Paul Ebert, Kommandant der SMS Cormoran, besucht im August 1911, nach nun drei Jahren Aufbauzeit, Moro-be:

»Gelegentlich eines Besuches beim Stationsleiter be-sichtigte ich die vorhandenen Regierungsbauten. Es wa-ren dies das Haus des Stationsleiters auf dem Grasberg, das die Wohnung für den Polizeimeister und den Heil-gehilfen und das Schreibzimmer enthaltende Beamten-haus, ein kleines Wohnhaus für einen verheirateten chinesischen Angestellten der Regierung, das Vorrats-haus, das Gefängnis, die Kaserne, das Eingeborenen-hospital, das Wohnhaus eines malaiischen Angestellten der Regierung und sechs kleine Häuser für verheiratete Polizeisoldaten. Die fünf erstgenannten dieser Gebäude waren Europäerhäuser, die übrigen sogenannte Busch-häuser. An Privatgebäuden befanden sich auf der Sta-tionshalbinsel noch das Wohnhaus der beiden früher erwähnten Paradiesvogeljäger und ein Vorratshaus des auf dem Adolf-Berge wohnenden Missionars.«