Der Kaiserliche Richter Heinrich Schnee über die ein-heimische Bevölkerung:
»Die Admiralitätsinseln (Manus) weisen eine in Aus-sehen, Sprache und Gebräuchen von den Eingeborenen der anderen Inselgruppen erheblich abweichende Be-völkerung auf. Die hellere Hautfarbe, das langherabfal-lende Haar, die entwickeltere Kunstfertigkeit zeichnen die Bewohner der Admiralitätsinseln vor den tiefer ste-henden Bewohnern der übrigen Hauptinseln aus. Die Eingeborenen zerfallen in die Pfahlbautendörfer bewoh-nenden Manus und die ihre Häuser auf dem Lande errichtenden Usiai. Die Manus nehmen trotz geringerer Anzahl eine herrschende Stellung in der Inselgruppe ein.«
Das Deutsche Kolonial-Lexikon informiert uns über die Admiralitätsinseln nach dem Stand von 1914:
Sie führen ihren Namen nach der Hauptinsel der Grup-pe, der Großen Admiralitätsinsel oder Manus welche auf ca. 1900 qkm Fläche weitaus den größten Teil des Gesamtflächeninhalts (ca. 2600 qkm) der Inselgruppe umfaßt. Nicht selten bieten vorgelagerte Koralleninsel-chen oder Riffe den Schiffen Schutz und schaffen so brauchbare Häfen. Die Inseln erreichen ansehnliche Höhen, so die gebirgige Hauptinsel Manus 915 m, Lou 281 m, Mbuke 244 m; sie sind zumeist reich bewässert und dicht bewaldet; doch spielen auch Alang-Alang-Fluren eine gewisse Rolle und leuchten als hellere Flächen aus dem dunklen Wald hervor. Genaue Ver-messungen liegen vor vom Nareshafen (im Nordwesten von Manus), sowie vom Seeadler-, vom Hyäne- und Kelauahafen (im Osten von Manus) und von den Ankerplätzen bei Pak, Baluan und den Sankt Andrew-Inseln.
Über Manus erfahren wir im Kolonial-Lexikon:
Die Insel ist in ostwestlicher Richtung rund 100 km lang bei einer Breite von ca. 28 km; an der Westküste dringt die Kalibucht, an der Südküste die Malaibucht tief ins Land ein, während von der Ostküste eine gekrümmte, schmale Halbinsel weit vorspringt. Hier finden sich der Seeadler-, der Hyäne- und der Kelauahafen, an der Nordwestküste der Nareshafen; einige weitere Anker-plätze gibt es an der Südküste. Am Seeadlerhafen liegt die 1911 errichtete Regierungsstation.
Die Admiralitätsinseln sind flächenmäßig fast so groß wie die ganze deutsche Kolonie der Samoainseln.