Über Edea weiß das Deutsche Kolonial-Lexikon zu be-richten:
»Edea, Sitz eines Bezirksamts in Kamerun. Die Stadt liegt am unteren Sanaga, am Eintritt des Flusses in das Tiefland, wo die 90 m hohen Edeafälle der Schiffahrt ein Ende bereiten. Infolgedessen ist Edea ein wichtiger Handels- und Umladeplatz geworden, wo die Waren der Karawanen auf Schiffen weiterbefördert werden. Die sogenannte Mittellandbahn, die Duala mit den oberen Stromschnellen am Njong verbinden soll, ist bereits bis weit über Edea hinaus vollendet. Diese wird den Handel des Hochlands von Südkamerun an Duala angliedern. Nach Jaunde geht eine fahrbare Straße. Die Bewohner in Edea sind Bakoko. Die Zahl der Weißen im Bezirk Edea war im Jahre 1910/11 136. Davon sind die meisten in europäischen Faktoreien beschäftigt Auch eine Plantage existiert in Edea. Außer dem Bezirksamt befinden sich in Edea die Polizei, eine Postagentur, ein Regierungsarzt, die katholische Mission der Pallottiner und die evange-lische Basler Missionsgesellschaft.«