Ruanda hat eine Fläche von 25.300 qkm und nimmt den äußersten Nordwesten von Deutsch Ostafrika ein. Das »Land der tausend Hügel« liegt durchschnittlich 1500 Meter über dem Meeresspiegel. Die Virunga-Vulkane im Nordwesten des Landes ragen bis 4500 m hoch.
Die Temperaturen von Ruanda sind zum Teil etwas weni-ger niedrig, als es den bedeutenden Höhen entspricht. Die beiden wärmsten Monate sind März und September, die beiden kühlsten Mai und Dezember. Die mittlere täg-liche Schwankung beträgt 11°. Die Verteilung der Tempe-raturen über das Jahr ist also die des Äquatorialklimas, während die des Regens an den meisten Orten aus einer nur durch ein geringes Nachlassen geteilten ziemlich langen Regen- und einer kürzeren Trockenzeit besteht. In den höheren Landesteilen ist eigentlich nur Juni und Juli trocken. Dabei sind hier die Regenmengen ziemlich hoch.
Nieder-Ruanda im Osten des Landes hat eine weniger kräftige Vegetation, ist aber reich an Seen- und Papyrus-sümpfen. Man nimmt an, daß Ober-Ruanda mit einer Durchschnittshöhe von 2.200 m einst ganz von tropi-schem Höhenwald bedeckt war, der aber meist der Weidewirtschaft und dem Ackerbau zum Opfer gefallen ist. Bugoie-, Rugege- und Gaharowald sind kleine, wenn auch an und für sich stattliche Reste des großen Wald-landes.