In Bukoba ist der öffentliche Schlachtplatz stets von Aas-geiern belagert. Kaum haben sich die Metzger entfernt, so fällt die ganze Geierschar gierig über das geronnene Blut und den Mageninhalt her. Nach beendeter Mahlzeit starren sie vor Blut und Schmutz, fliegen zum Wasser, säubern sich und sitzen dann verdauend oft stunden-lang mit hängenden Flügeln auf ihrem Platz.
Am Viktoriasee gibt es auch viele Enten und Gänse und der Regierungslehrer Rudolf Sendke schießt genug da-von, damit sein Koch einen Steintopf immer mit Enten- und Gänsefleisch in Gallert gefüllt hat, auf daß die hun-grigen Junggesellen zu Besuch beim Lehrer gut ver-pflegt sind, die deshalb auch gerne vorbeikommen.
Die Papageien am See sind als Wildbret bei den Schwar-zen beliebt. Der Graupapagei mit seinem scharlach-roten Schwanz wird aber auch als Käfigvogel gehalten. Insbesondere die Askaris in der Garnison Bukoba halten Graupapageien, weil sie die deutschen Befehle auf dem Exerzierplatz lernen und unbedarften, verschreckten Vorbeigehenden befehlen: „Achtung“, „Präsentiert das Gewehr“ und natürlich eine Palette deutscher Schimpf-wörter im Kasernenhofstil, wie „Schweinehunde, ver-dammte“.