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Die Inseln III

Der Begriff Südsee stammt vom Spanier Nunez de Bal-boa, welcher beim Überschreiten der Landenge von Pa-nama im Jahre 1514 ein Meer fand, das sich in südlicher Richtung ausdehnte. Der Name Südsee war so von selbst gegeben, den Balboa war über das Nordmeer (Mar del Norte), den Atlantischen Ozean, nach Amerika gekom-men, und so nannte er das neue Meer Mar del Sur.

Die deutsche Inselwelt in der Südsee wird auch Deutsch Mikronesien genannt, im Gegensatz zu Deutsch Mela-nesien, den deutschen Besitzungen in Neuguinea und der umliegenden Inselwelt. Mikronesien ist ein Sam-melbegriff für über 2000 tropische Inseln und Atolle, die im westlichen Pazifischen Ozean verstreut liegen. Die meisten Inseln Mikronesiens liegen nördlich des Äquators. Die Distanz von einem Ende Mikronesiens zum anderen beträgt fast 4000 Kilometer. Etwa in der Hälfte dieser Meeresfläche, der westlichen Hälfte, lie-gen sie Inseln von Deutsch Mikronesien. Das deutsche Südseegebiet umfaßt aber den Großteil der mikrone-sischen Inselwelt. Trotz der immensen Anzahl der Inseln – alleine 700 Karolineninseln – ist ihre Gesamtfläche vergleichsweise gering. Die Landfläche aller in deutschem Besitz befindlichen Inseln Mikro-nesiens beträgt etwa 1900 Quadratkilometer von 2670 Quadratkilometern der gesamten Landfläche Mikrone-siens. Die flächenmäßige Ausdehnung der deutschen Inselwelt in der Südsee entspricht in etwa der Größe des Kontinentes Australien, besteht aber im Verhältnis nur zu weniger als 3 % aus Land. Die bei weitem größte Fläche in diesem Raum macht das Wasser des Pazi-fischen Ozeans aus.