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Die Inseln

Die Kolonie der Marshall-Inseln besteht aus den Mar-shall-Inseln selbst, welche aus der östlichen Ratak-Kette genannten Inselgruppe mit 133 qkm besteht und der westlichen Ralik-Kette mit 277 qkm; dazu kommt die weit weg südlich der Marshall-Inseln liegende Insel Nauru von 21 qkm, die zur Gruppe der Gilbertinseln ge-hört.

Sehr feuchtwarmes, gleichmäßiges Tropenklima be-stimmt das Wetter auf den Marshall-Inseln. Von Tieren sind nur einheimisch eine kleine Eidechse, Land- und Wasserkrabben und die spärlich vorkommende Wild-taube; eingeführt und teilweise schon verwildert sind Schweine, Hunde, Hühner, Enten, Katzen und Ratten. Die dünne Humusschicht auf den Marshall-Inseln wird von Schlinggras, Strauch- und Buschwerk überzogen. 

Das Deutsche Kolonial-Lexikon beschreibt die Mar-shall-Inseln wie folgt:

»Meist sind die Inseln, welche die Atollriffe krönen, nur wenige Meter über den Hochwasserstand erhaben und besitzen bei oft sehr ansehnlicher Länge häufig nur eine Breite von wenigen hundert Metern, so daß man die über das Gebiet ungeheuer zerstreute Landfläche nur auf 400 qkm Fläche berechnen kann. Die Inseln beste-hen an der Oberfläche großenteils aus Bruchstücken von Korallenriffen, Muscheln und dergleichen, von gro-ßen Blöcken an bis zu feinem Sand; wo Korallenkalk in größeren Mengen auftritt, findet man ihn auch wohl zu ansehnlichen Dünen aufgehäuft, die bis 12 m Höhe er-reichen können. Stellenweise hat sich eine seichte Hu-musdecke an der Oberfläche der Inseln angesammelt. Die im Innern der Atolle liegende stille Lagune, die meist Tiefen bis zu 30-50 m, zuweilen auch mehr, er-reichen, bieten gewöhnlich guten Ankergrund und sind für kleinere, seltener auch für große Schiffe in einzel-nen Durchfahrten erreichbar, deren Schmalheit, Ge-wundenheit und starke Strömungen freilich die Passage oft recht schwierig macht. Fließende Gewässer oder Quellen gibt es nicht; wohl aber geben die gegrabenen Brunnen trinkbares Wasser.«