1950 wird das Werk Un barrage contre le Pacifique (Deutsch: Heiße Küste 1952) der am 4. April 1914 nahe Saigon in Indochina geborenen Französin Marguerite Duras veröffentlicht. Darin beschreibt sie das erbärm-liche koloniale Leben in Französisch Indochina, das sie bis 1931, als sie nach Frankreich ging, selbst erlebte. Unterdrückung und Ausbeutung der Einheimischen, so-ziales Elend der französischen Unterklasse in der Kolo-nie, zu der sie selbst gehörte und von ihrer Familie zu Prostitution mit einem reichen Chinesen gedrängt, um Geld für die Familie zu beschaffen. Und sie beschreibt das korrupte und schamlose Leben der »besseren« französischen Gesellschaft in Indochina.
Die lebensechten Beschreibungen der Duras zeigen kei-ne erfolgreiche koloniale Entwicklung, sondern eine von den Tränen und dem Blut der Einheimischen leben-de französische Gesellschaft sowohl der Aktionäre der französischen Kolonialgesellschaften als auch der Kolonialfranzosen. Am Ende des Buches ruft die Duras die Einheimischen zum gewaltsamen Aufstand gegen die französische Kolonialtyrannei auf.