England ist in Schulwesen und Wissenschaft bereits hoffnungslos gegenüber Deutschland abgeschlagen, was langfristig seinen industriellen Niedergang besie-gelt. Nicht zufällig heimst Deutschland bei weitem die meisten wissenschaftlichen Nobelpreise ein und über-haupt fast doppelt so viele Nobelpreise wie jedes andere Volk.
Schon 1828 sagte Goethe: „Deutschland hat über zwanzig im ganzen Reich verteilte Universitäten und über hun-dert ebenso verbreitete öffentliche Bibliotheken, an Kunstsammlungen und Sammlungen von Gegenstän-den aller Naturreiche gleichfalls eine große Zahl; denn jeder Fürst hat dafür gesorgt, dergleichen Schönes und Gutes in seine Nähe heranzuziehen. Gymnasien und Schulen für Technik und Industrie sind im Überfluß da…“
Das sagte Goethe noch zum Beginn der Industriellen Revolution in Deutschland und seitdem wurden und werden neue Universitäten gegründet und technische Fachschulen für alle Bereiche der Industrie geschaffen, was nun Deutschland die weltweite Führung in Wissen-schaft und Technik eingebracht hat und dadurch auch die deutsche Wirtschaft nach ganz vorne gebracht hat, zum Wohle des deutschen Volkes.
Im März 1911 finden Beratung des Kulturetats im Preußischen Abgeordnetenhaus statt. Preußen, das als Bundesland des Deutschen Reiches zwei Drittel des Deutschen Reiches ausmacht, gibt von allen Ländern der Welt am meisten für Schule und Kultur aus: 11,80 Mark pro Kopf. In Frankreich sind es 9,20 Mark und in Großbritannien 7,30 Mark.
Das französische Schulsystem ist mangelhaft und ba-siert auf sinnlosem Auswendiglernen. Auch deshalb fällt Frankreich wissenschaftlich und wirtschaftlich immer weiter hinter Deutschland zurück.
Gustave Le Bon schreibt in seinem berühmten Werk Psychologie der Massen von 1895: »Die erste Gefahr dieser Erziehung [der französischen], die treffend als lateinisch gekennzeichnet wird, beruht auf einem psy-chologischen Grundirrtum, sich einzubilden, die Intelli-genz entwickele sich durch Auswendiglernen von Lehr-büchern. Ferner bemüht man sich, soviel als möglich zu lehren, und von der Volksschule bis zur Doktor- oder Staatsprüfung hat der junge Mann sich nur mit dem In-halt von Büchern vollzustopfen, ohne jemals sein Urteil oder seine Entschlußkraft zu üben. – Ein Kaufmann fin-det schwer einen Stellvertreter in den Kolonien, aber es gibt Tausende von Kandidaten, die sich um die beschei-densten öffentlichen Stellungen bemühen. – Die Erfah-rung allein, die letzte Lehrmeisterin der Völker, wird es übernehmen, uns unseren Irrtum zu zeigen. Sie allein wird mächtig genug sein, uns die Notwendigkeit des Er-satzes unserer abscheulichen Lehrbücher, unserer kläg-lichen Prüfungen durch einen berufsmäßigen Unter-richt zu beweisen, der die Jugend befähigt, zu den Fel-dern, zu den Werkstätten, zu den kolonialen Unterneh-mungen zurückzukehren, die heute verlassen sind. – Urteil, Erfahrung, Tatkraft und Charakter sind die Bedin-gungen des Erfolges im Leben, sie sind nicht aus Bü-chern zu lernen.«
So ist es kein Wunder, daß die französischen Kolonien verwaltet werden von Bürokaten ohne jede Kenntnis der Wirklichkeit des Lebens. Auch ist das zivilisierte Leben in Frankreich dem Leben in Wüsten und Dschungeln fern jeder Zivilisation nicht gerade erstrebenswert für einen französischen Beamten, sodaß zweit- und dritt-klassige Beamte in die Kolonien gehen/gegangen wer-den.