Obwohl Portugiesisch Guinea seine Ausfuhr von haupt-sächlich Zucker, Kautschuk, Häuten, Wachs, Palmker-nen und Erdnüssen meistenteils nach Deutschland liefert, die meisten die Kolonie anlaufenden Dampfer deutsche sind und ein großer Anteil der Hauptein-nahmequelle der staatlichen Einnahmen dieser portu-giesischen Kolonie die hohe Besteuerung auf Alkohol ist, der zu einem bedeutenden Anteil aus Hamburg eingeführt wird, steht Portugiesisch Guinea nicht auf der Liste der erwünschten deutschen Kolonien. Die mit 34.000 qkm nicht einmal halb so große Kolonie wie das mit 87.000 qkm schon kleine deutsche Togo ist auf Grund seiner Lage ganz in Westen von Westafrika, und vollständig von französischen Kolonien umgeben, für den Plan eines deutschen Mittelafrika nicht interessant. Ökonomisch ist Portugiesisch Guinea sowieso Teil der deutschen Kolonialwirtschaft.
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