1914 kann die Großfunkstelle Nauen bei Berlin bereits alle deutschen Kolonien in Afrika erreichen, aber für den Empfang in Afrika und den Funkverkehr Afrika-Deutschland sind die Großfunkstellen in Afrika erst im Aufbau. Im Juni 1914 bringt der Kreuzer Königsberg aus Deutschland Lieben-Röhren für die Verstärker der Funkanlage in Daressalam mit, die mit dieser neuesten Technik das 6700 Kilometer entfernte Nauen empfan-gen kann. Von der nächsten deutschen Funkstation, von Windhuk in Deutsch Südwestafrika, 2600 Kilometer entfernt, kann Daressalam nun auch Funksprüche auf-nehmen. Senden nach Deutschland oder Südwest kann Daressalam allerdings nicht. Auch mit der 3750 Kilome-ter entfernten Großfunkstation Kamina in Togo kommt kein Funkverkehr zustande.
In Deutsch Ostafrika wird in Tabora die Großfunkstelle für die Kolonie aufgebaut. Anfang August 1914 sind die Maschinenteile der Funkanlage für Tabora auf dem Weg nach Afrika. Sie befinden sich auf dem Dampfer General, der gerade das Mittelmeer durchfährt.
Die Funkstation in Tabora sollte schon früher errichtet werden, das Projekt wurde aber für die Herstellung der Funkstation in Windhuk in Südwestafrika aufgescho-ben.