Das Schutzgebiet Togo liegt in den Tropen an der West-küste Afrikas und zwar am Sklavenküste genannten Teil des Golfs von Guinea. Der Name Sklavenküste erinnert an die Zeit des Sklavenhandels. Das Schutzgebiet ist nach der kleinen an der Südostecke des Togosees gele-genen Landschaft Togo benannt. Die Küste der Kolonie hat nur eine Länge von 52 km. Hingegen erstreckt sich das Schutzgebiet in nördlicher Richtung ungefähr 560 km. Diese Südnordausdehnung entspricht ungefähr der Entfernung von Hamburg bis Metz oder jener von Berlin bis Wien. Die durchschnittliche Breite der Kolonie be-trägt ungefähr 175 km. Togo hat einen Fläche von rund 87.200 qkm. Damit ist Togo ungefähr zehnmal kleiner als jede der drei anderen deutschen Kolonien in Afrika. Togo grenzt im Süden an den Atlantischen Ozean, im Osten an das französische Dahomégebiet, im Norden an das französische Gebiet Haut Sénégal et Niger und im Westen an die englische Kolonie Goldküste.
Schiffbare Flüsse gibt es in Togo keine. Der in seinem ganzen Lauf im deutschen Gebiet befindliche, sich in die Togo-Lagune ergießende Haho-Fluß ist nur nahe der Mündung für leichte Fahrzeuge (Kanus) schiffbar.
Togo ist weitgehend Flachland, nur in der Mitte des Landes gibt es hügelige bis bergige Gegenden. In diesen Gegenden verläuft im allgemeinen süd-nördlich ein stark gegliedertes und bewaldetes Gebirge, dessen mitt-lere Höhe 600-700 m beträgt, in der Landschaft Dau 800 m und eine Anzahl Gipfel zwischen 900 und 1000 m zählt. Das ihm vorgelagerte Agu-Massiv hat mit der Baumannspitze mit 1025 m die höchste Erhebung Togos.
Stärksten Seewind gibt es während der beiden Regen-zeiten Ende April bis Mitte August und Mitte Oktober bis Ende November.
Eine klimatische Erscheinung ganz besonderer Art ist der Harmattan, ein aus der Sahara kommender, staub-führender, absolut trockener Wind. Seine Herrschaft fällt in die Monate Dezember bis Mitte Januar. Je weiter man sich im Schutzgebiet nach Norden begibt, desto mehr empfindet man die den ganzen Organismus aus-trocknende Wirkung dieses Windes. Die Haut wird spröde und rissig, die Schleimhäute von Nase und Ra-chen werden trocken, die Augen entzünden sich, ein großes Durstgefühl bemächtigt sich des Körpers. Ange-nehm empfindet man nur, daß die Schweißabsonderung des Körpers infolge der großen Lufttrocknis gar nicht in Erscheinung tritt. Das Papier rollt sich auf, und das Holz, wenn es nicht sehr zäh und fest ist, kracht und reißt. An der Küste wird die Wirkung des Harmattan durch die Verdunstung der See sehr gemildert, hauptsächlich am Abend, wenn die Seebrise, die überhaupt beinahe das ganze Jahr einen angenehm erfrischenden Einfluß aus-übt, stärker einsetzt.
An der Küste wachsen Palmen, an der Lagune Man-groven. Im Hinterland gibt es Baum- und Grassavannen, und zwar in Süd- und Mitteltogo mit reichlichem, im südlichem Teil von Nordtogo mit geringem, im nörd-lichen Teil der Kolonie ohne Baumwuchs. Wälder gibt es nur in Süd- und Mitteltogo, an den Flußläufen und im zentralen Togogebirgslande.
Der Küstensaum ist arm an größeren Tieren. Im weite-ren Hinterland gibt es die typische afrikanische Tier-welt.