Gouverneur Jesko von Puttkamer über seine Gründung Buea:
»Vom 17. Mai bis zum 6. Juni [1897] wohnte ich wieder in Buea, wo allerhand Arbeit meiner harrte. Der überaus tätige Leuschner hatte in unverhältnismässig kurzer Zeit mit seinen vortrefflichen Togohandwerkern am Berghange neben der das Regierungsgrundstück von dem Gelände der W. A. P. V. [Westafrikanische Pflan-zungs-Gesellschaft Victoria] trennenden ziemlich tiefen Schlucht ein sehr brauchbares Wohnhaus errichtet, welches gerade vor Eintritt der schweren Regenzeit fertig geworden war und mir nun als Unterkunft diente. Das Haus, ganz aus Wellblech erbaut und innen mit einer sauber vernuteten und gehobelten hölzernen Verschalung, versehen bestand aus einem in der Mitte liegenden Speisezimmer, an welches sich auf beiden Seiten je zwei Räume anschlossen. So hatte ich nun auf der einen Seite Arbeits- und Schlafzimmer, während mir das Speisezimmer gleichzeitig als Empfangssalon dien-te, und konnte noch zwei Gäste unterbringen. Um kostspielige Planierungsarbeiten zu vermeiden, war das Haus derart an den Berg angelehnt, dass man von der Rückseite die ringsum laufende, mit Glasfenstern ge-schlossene breite Veranda zur ebenen Erde betrat; die gegenüberliegende Seite ruhte auf sehr starken, fast 4 m hohen Steinpfeilern. Ein Teil des Raumes unter dem Hause war massiv untermauert und bildete sehr brauchbare Kellerräume sowie eine photographische Dunkelkammer. Die helle Veranda erwies sich in der Regenzeit und bei den häufigen Gebirgsnebeln als sehr wohltätig; sie hielt die Feuchtigkeit aus den Innenräu-men fern und bildete einen sehr angenehmen Aufent-halt bei jedem Wetter. Als schliesslich die in Berlin bei der Firma C. Prächtel in Bestellung gegebenen ein-fachen aber soliden eichenen Möbel eingetroffen und die Veranda mit Korbmöbeln aus Madeira versehen war, gewährte das neue Anwesen, an welches sich noch eine primitive Küche, ein Vorratsraum und einige Räume für schwarze Dienerschaft anschlossen, ein ganz behagli-ches Heim. Nach langen Überlegungen mit Leuschner, den Oberbeamten und Ärzten richtete ich nunmehr an die Kolonialabteilung [in Berlin] die Bitte, das ganze Zentralgouvernement und das Oberkommando der Schutztruppe nach Buea und Soppo verlegen zu dürfen und bat gleichzeitig um die Bereitstellung der erforder-lichen Mittel für Neubauten. Mein Antrag wurde umge-hend genehmigt. Da das Terrain der Regierungsstation für eine grössere Besiedelung, wie ich sie plante, nicht ausreichte, kaufte ich, ebenfalls mit Genehmigung der Kolonialabteilung, das jenseits der Schlucht und ober-halb der Station gelegene etwa 350 ha grosse Vorwerk Buea der W. A. P. V. Mit einem von dem Plantagenleiter Bornmüller dort errichteten kleinen Anwesen. Ausser meinen sonstigen Dienstgeschäften widmete ich nun einen grossen Teil meiner Zeit der Ausarbeitung eines Planes für die Bebauung und Besiedelung Bueas. Mit Hilfe des mir zur Verfügung stehenden Gärtners Lehmbach, dem später der heute [1912] noch in Buea tätige Assistent des Botanischen Gartens Deistel folgte, wurden Terrassen angelegt und mit Rosen, Rasen und allerhand subtropischen Pflanzen besetzt, ein ausge-dehnter Gemüsegarten hergerichtet, Bäume und Busch niedergelegt, um Luft und Licht in den Urwald ein-dringen zu lassen. Nur durch letzteres konnten wir hoffen, des oft recht störenden Nebels schliesslich Herr zu werden. Es ist häufig behauptet worden, dass es ein Fehler gewesen sei, die Zentralregierung so weit von dem Hafen und dem geschäftlichen Mittelpunkt Duala zu entfernen. Ich gebe auch zu, dass in der ersten Zeit unter Umständen gewisse Schwierigkeiten durch diese räumliche Trennung sich ergaben, die aber sehr bald nach Anlage der telephonischen Verbindung Buea—Viktoria—Duala und der Erbauung der bekannten Esserschen Bergbahn [W.A.P.V.-Bahn Viktoria-Soppo, 1904 in Betrieb gegangen] vollständig fortfielen. Und was wollte das sagen gegenüber dem ausserordent-lichen Vorteil, der dadurch erwuchs, dass den in Buea wohnenden Beamten die Gesundheit und die volle Arbeitskraft dauernd erhalten blieb, während es in Duala und an den übrigen Küstenplätzen an der Tages-ordnung war, dass ein Drittel der Beamten fieberkrank darniederlag, ein weiteres Drittel sich irgendwo auf Erholungsurlaub befand und nur das übrigbleibende Drittel für die zu bewältigende Arbeit zur Verfügung stand. Das was in dem flachen und sumpfigen Küsten-gebiet mit vieler Mühe und grossen Kosten angestrebt wurde und heute noch angestrebt, aber doch nie voll-kommen erreicht werden wird, die Sanierung der Europäer-Niederlassungen, war hier in Buea gegeben: reine, klare Bergluft in fast 1000 m Höhenlage, kühle, erfrischende Nächte, welche gar keine Tropennervosität aufkommen liessen — die Temperatur sank morgens und abends nicht selten auf + 15—16° C — keine Stechmücken, keine Malaria. Das waren Vorzüge, die von allen Bewohnern Bueas stets rückhaltlos anerkannt wurden; wer die stattliche Anzahl der deutschen Frauen und blühenden Kinder betrachtet, die heute Buea be-völkern, dem wird der letzte Zweifel über die Zweck-mässigkeit meiner Anlage schwinden, und nur in den Kreisen der später einmal die Kamerunküste besuchen-den Reichstagsabgeordneten wurde die Lage von Buea bemängelt; aber das mag wohl im Beruf der Herren gelegen haben. … Und wenn ich gar nichts weiter ge-leistet hätte, so würde ich es mir als ein bleibendes Verdienst anrechnen, die Mitglieder des Kameruner Gouvernements aus den Sümpfen und Fiebern der Ebene auf das gesunde und fieberfreie Gebirge gerettet zu haben; die vielen verheirateten Beamten, welche heut dort oben wohnen und arbeiten, werden es mir sicher danken, dass ich ihnen auf diese Weise ermöglicht habe, eine Familie zu gründen. Selbst die durch den nassen Nebel der Regenzeit erzeugte grosse Feuchtig-keit, der einzige Fehler des Bueaklimas, ist, wie man mir schreibt, infolge der immer grösseren Ausdehnung frei gelegter Flächen im Schwinden begriffen. Denn da, wo die Sonne ungehinderten Zutritt zum Boden hat, trock-net dieser allmählich aus, und die schweren Nebel blei-ben in den Wipfeln des Urwaldes hängen.
Unter andern Neuanlagen hatte der unermüdliche Leuschner auch einen sehr zweckmässig angelegten Tennisplatz hergestellt, auf dem nun die Beamten in ihren freien Stunden einem gesunden Sport huldigen konnten, was mit allerdings in der Wilhelmstrasse zu Berlin arg verübelt worden ist. Weite Waldflächen ober-halb der Station wurden gerodet und damit der Grund zu der später dort in einer Höhe von über 1000 m anzulegenden Sennerei gelegt. Dasselbe geschah auf dem verhältnismässig ebenen Gelände unterhalb der Station zwischen dieser und der Gemarkung Soppo; hier entstand das einem regelrechten Landwirtschaftsbe-triebe und der Unterbringung der aus Allgäuern und einheimischen Viehrassen gekreuzten Herde dienende Vorwerk Buea.
Auch der Gattin meines vortrefflichen Stationschefs muss ich bei dieser Gelegenheit ein Wort des Dankes widmen. Frau Margarete Leuschner, ausser den Mis-sionsfrauen die erste deutsche Frau in Buea, versorgte in dieser Zeit, als meine eigenen Anlagen noch nichts produzierten, nicht nur mich und alle andern Beteilig-ten aus ihrem mit grosser Sachkenntnis und nach allen Regeln gärtnerischer Kunst angelegten Garten mit fri-schen Gemüsen, sondern sie übernahm es auch, die allmählich heraufziehenden Beamten gegen einen ver-einbarten Pensionspreis zu verpflegen, und hat dies mehrere Jahre in mustergültiger Weise durchgeführt, bis Buea aus seinen Kinderschuhen herausgewachsen war, und ich der immer mehr anwachsenden Beamten-schar bessere Wohnhäuser, Küchen und Messeräume zur Verfügung stellen konnte.
Die Regenzeit hatte mit aller Macht eingesetzt, der einförmige Landregen wurde häufig durch Gewitter und schwere Stürme unterbrochen. Ein tropischer Tornado macht hier oben im Gebirge doch noch einen ganz andern Eindruck, als in der Ebene. Blauschwarzes Ge-wölk türmt sich meist von Nord- oder Südosten her über den grünen Baumwipfeln und wächst, in scharfer, nur einmal gebrochener Linie sich gegen den blauer Äther sich abhebend, mit grosser Schnelligkeit zum Zenit empor; die Berglehnen, ja sogar die nächste Umgebung verschwinden in der Dunkelheit, alles ist wie in einen Sack gehüllt; bald reissen sich hellgraue Wolkenfetzen aus der dunklen Masse los und fliegen wie gehetztes Wild über unsere Häupter dahin; sausend und pfeifend braust der entfesselte Sturm durch das Bergtal, alles vor sich niederbeugend, Bäume entwurzelnd, Dächer und ganze Hütten mit sich reissend; unaufhörlich zucken die Blitze, tost der Donner, untermischt mit krachenden Schlägen, die in beständigem Echo von der Bergwand widerhallen. Zum Glück dauert der ganze Hexensabbath nicht lange. In ein bis zwei Stunden ist das ganze meist vorübergeflogen und es wölbt sich wieder der blaue Himmel über dem weinenden Land. Wenn der Tornado oben auf der Bergeshöhe recht kräftig gewütet hat und grosse Wassermengen niedergegangen sind, dann bie-tet sich dem erstaunten Auge ein ebenso seltsamer wie hübscher Anblick; alle Schluchten und Bäche der steilen Bergwand werden lebendig, in jeder Falte des Berges stürzt ein rauschender Bach zu Tal, die ganze dunkle Wand ist wie mit lauter senkrechten Silberstreifen durchzogen; in etwa zwei Stunden gelangen die Wasser auch bis zu uns, in dem gewöhnlich ruhig über be-mooste Steine dahinmurmelnden Schluchtbach erhebt sich ein Tosen und Donnern, wie man es sonst nur bei den gewaltigen Wasserfällen der Erde kennt, höher und höher schwillt das Wasser und stürzt, plötzlich zum reissenden Bergstrom gewandelt, mit elementarer Ge-walt den Berg hinunter; ich habe den Bach bei solchen Gelegenheiten in einer Stunde um 6—7 m steigen sehen. Übrigens ist es ja bekannt, dass der Winkel des Meerbusens von Guinea, besonders die Strecke von Viktoria bis Bibundi, einer der regensreichsten Flecke der Erde ist; die Regenmenge beträgt hier im Jahre selten unter 12, häufig aber bis zu 14 m.«
»Am 19. März [1903] hatten wir den ersten Regentag dieses Jahres mit einem schweren Gewitter; die Regen-zeit schien diesmal ungewöhnlich früh einzusetzen, ein Umstand, der keine günstige Wirkung auf die Gesund-heit der Europäer in Buea ausübte. Durch Abholzen und Freilegen grösserer Flächen hat sich seither das Klima dauernd verbessert; es war nötig, dass frische Luft und Licht ungehindert auf den Waldboden einwirkten, um die Feuchtigkeit des Waldes und die Bergnebel all-mählich zurück zu drängen.
…
In diesen Tagen richtete ich unter Verwendung des vorzüglichen, klaren Gebirgswassers, welches natürlich noch filtriert wurde, eine kleine Sodawasserfabrik ein, deren Betrieb zunächst Familie Leuschner, später die Damen der Baseler Mission übernahmen; der vorzüglich selbst hergestellte Sprudel kostete nunmehr statt wie bisher die eingeführten Sauerbrunnen 50—70 Pf. nur noch 10 Pf. die Flasche.«
»Am 18. September [1905] erfuhren wir in Buea eine ganz besondere Überraschung: Gleich nach 11 Uhr vormittags liess sich vom Berge her ein dumpfes, unterirdisches Geräusch vernehmen, welches sich wie entfernter Kanonendonner anhörte; es folgte alsbald ein ziemlich heftiger Erdstoss von 3—4 Sekunden Dauer, so dass die Fenster klirrten, die Türen aufsprangen und lose Gegenstände umfielen; nach einem zweiten kür-zeren Stoss verklang das unterirdische Getöse in der Ferne. …
Eine fast noch grössere Überraschung aber bewirkte die Ankunft einer parlamentarischen Studienkommission, welche am 29. August mit der Eleonore Woermann in Viktoria ankamen und mich am 31. in Buea besuchten. Es waren sieben Reichstagsabgeordnete, die ich in mei-nem Hause gastlich aufnehmen, und denen ich die Einrichtungen von Buea vorführen konnte. Die Herren zeigten, obwohl ohne Ausnahme Neulinge in den Tro-pen, im allgemeinen Interesse und Verständnis für die ihnen doch so ganz fremdartigen Dinge und Verhält-nisse…
Am 9. September verabschiedeten sich unsere parla-mentarischen Gäste von uns mit einem solennen Diner an Bord der Eleonore Woermann, um mit demselben Dampfer die Heimreise anzutreten.«
Die Umgebung von Buea wird ebenfalls in das Bau-programm für die neue Hauptstadt von Kamerun ein-bezogen. Es ist das Jahr 1898. Gouverneur Puttkamer:
»Allmählich trafen auch jetzt Materialien ein, welche ich zur Erleichterung der baulichen Anlagen auf dem Ge-birge daheim bestellt hatte, so Dynamit und Spreng-patronen; sowohl der Wegebau, wie auch die massiven Stall- und Kellerbauten auf der Sennerei wurden da-durch wesentlich gefördert. Bei einem meiner Spazier-ritte [von Buea aus] besuchte ich den Pflanzer Hilfert auf der nördlichsten Pflanzung (Esser-Oechelhäuser [der W.A.P.V.]), der sich aus Furcht vor wilden Tieren und Eingeborenen eine höchst originelle Wohnung auf ei-nem Riesenbaum am Jkokokobach eingerichtet hatte; der Mann war den ganzen Tag auf den Beinen und hatte in wenigen Monaten mit 150 einheimischen Arbeitern nicht nur 15000 Stück Kakaopflanzen vorschriftsmässig in die Erde gebracht, sondern auch ein gutes Stück Land urbar gemacht; abends aber kroch er auf einer Strick-leiter, die er dann hinaufzog, auf seinen Baum, auf dem er hauste, wie die Tierfamilien, von denen das Men-schengeschlecht ja doch schliesslich abstammen soll.«
»Die neu angelegten Wege wurden mit Orangen und Zitronen bepflanzt, aus denen sich im Lauf der Zeit stattliche Alleen entwickelten. Ferner pflanzten wir Teestauden, und schon in zwei Jahren hatte ich die Genugtuung, ganz ausgezeichneten selbstgebauten Tee meinen Gästen vorsetzen zu können. In etwas höherer Lage legten wir Saatbeete für Chinarindenbäume an, um auch diese in St. Thomé [Portugiesische Kolonialinsel vor Westafrika] mit Erfolg betriebene Kultur auf dem Kamerungebirge einzuführen. Die Bäumchen entwik-kelten sich gut und wurden später in noch höhere Lagen mit gutem Erfolg verpflanzt. Vor allem aber besprachen wir eingehend die Frage der Einführung und Akkl-imatisierung einer europäischen Viehrasse. Nachdem der in all diesen Fragen sehr erfahrene Herr von Soden [Julius von Soden, 1885-1890 Gouverneur von Kamerun] den von mir für die neue Sennerei in Aussicht ge-nommenen Platz oberhalb der Station eingehend be-sichtigt und begutachtet hatte, riet er mir, einen Ver-such mit Allgäuern zu machen und erbot sich nach seiner Rückkehr in Deutschland persönlich alles Erfor-derliche zu veranlassen. Sodens Rat wurde befolgt und zwar mit geradezu glänzendem Erfolge. Die mit großer Sorgfalt im Allgäu ausgesuchten Tiere — zwei Stiere und achtzehn Kühe — trafen ein halbes Jahr später [1898] unter Leitung eines Allgäuer Senn namens Hipp wohl-behalten in Buea ein und gediehen prächtig. Es wurde eine regelrechte Almwirtschaft eingerichtet, deren Pro-dukte — Milch, Butter und Käse — wesentlich zum Wohlbefinden der europäischen Bewohner Bueas bei-trugen. Die in Buea geborenen Kälber entwickelten sich so ausgezeichnet, dass sie in Figur und Milchertrag die eingeführten Stammeltern grossenteils noch übertra-fen. Ich liess infolgedessen später einen weiteren Trans-port nachfolgen und zwar mit gleich günstigem Resultat. Es wurde ein regelmässiges Herdbuch angelegt und jedes Tier eingetragen. Aus diesen ursprünglich einge-führten 20 Stück entwickelte sich mit den Jahren eine stattliche Stammherde, die zur Zeit meiner letzten Ab-reise aus Kamerun 1906 bereits aus über 100 Häuptern bestand. Die nicht zur Zucht geeigneten Tiere wurden teils geschlachtet, teils als Zugochsen verwendet. End-lich aber wurden von Buea aus junge Stiere im Lande verteilt zur Aufbesserung der einheimischen Rasse und sorgfältig ausgesuchte einheimische Kühe zur Zucht angekauft, auf dem Vorwerk Buea eingestellt und dort mit Allgäuer Stieren gekreuzt. Auch diese Kreuzung ergab ein vorzügliches Produkt und heute weiden auf den ausgedehnten Flächen des Vorwerks mehrere 100 Stück einer Kreuzungsrasse, deren Weiterverbreitung im Lande eine der Hauptaufgaben der landwirtschaft-lichen Anlage von Buea bildet. Gleichzeitig mit der Sennerei wurde auch eine Zucht europäischer Schweine angelegt ebenfalls mit ziemlich gutem Erfolge, wogegen ein später von mir unternommener Versuch mit Heid-schnucken aus der Lüneburger Heide wohl wegen der übergrossen Feuchtigkeit des Bodens missglückte.«
Auf dem unterhalb der Station Buea gelegenen Vorwerk Buea wird hauptsächlich Viehzucht betrieben. Aus dem Abschlußbericht des Leiters des Vorwerkes, Landwirt Godtknecht, für das Jahr 1903:
»Durch Eingehen sind beim Rindvieh vier Kühe, drei Bullkälber und sechs Kuhkälber in Abgang gekommen. Drei der letzteren wurden höchstwahrscheinlich durch giftige Schlangen gebissen und krepierten infolgedes-sen an Blutvergiftung.
…
Das Vorwerk Buea umfasst ungefähr ein Areal von 300 ha, die zu beiden Seiten des Hauptweges Viktoria—Buea gelegen sind. Von dieser Fläche waren Ende des Jahres 1901 erst 10 ha als Weidefläche hergerichtet, so dass es zunächst die Hauptaufgabe des leitenden Landwirts sein musste, genügend Weidefläche für den sich stets ver-grössernden Viehbestand zu schaffen. Nebenher sind dann noch vorzugsweise Kartoffeln angebaut worden.
…
In den beiden letzten Jahren sind 188 Zentner Kartoffeln angebaut und verkauft worden, wofür 1432 M verein-nahmt wurden.
Bataten [Süßkartoffeln] und Ananas, welche versuchs-weise angepflanzt worden sind, haben schöne Knollen resp. Früchte angesetzt. Auch ein Anbauversuch mit Erdnüssen hat ein brauchbares Resultat ergeben. Von dem Ertrag einer Ende des Jahres 1902 angelegten ¾ Morgen grossen Kakaoanpflanzung werden elf Bakossi-schweine schon jetzt (ausser dem Weidegang) voll-ständig ernährt.
Am Schluss des vergangenen Jahres waren 8 ha Land mit Planten, Musa paradisiaca [Bananen], bepflanzt. Es ist die Anpflanzung von 50000 Planten zur Arbeiter-verpflegung auf 50 ha Fläche bis 1905 beabsichtigt. Wenn dann noch 25 ha als anzulegendes Farmland für den Anbau von Kartoffeln, Makabo, Jams, Bataten, Erd-nüssen, Bohnen, Rüben und Mais usw. in absehbarer Zeit in Aussicht genommen werden, so verbleiben noch etwa 225 ha als Weideland, worauf noch 150 Kühe resp. sonstiges Großvieh mit dem sich ergebenden Jungvieh dauernd rationell ernährt werden können.
An baren Löhnen für farbige Arbeiter wurden in den letzten beiden Jahren 7960 M. 5 Pf. gezahlt.
Im Laufe des Jahres 1902 sind auf dem Vorwerk noch zwei Viehställe errichtet worden, so dass zurzeit drei Stallgebäude in Grösse von je etwa 130 qm Grundfläche aus Wellblech mit massivem Fundament zur Benutzung verfügbar sind.«
Weit oberhalb von Buea werden für Wanderer Schutz-hütten angelegt. Oktober 1897, Gouverneur Puttkamer:
»Der Geologe Dr. Esch befand sich gerade auf der Station [Buea] und berichtete sehr interessant von seinen Erfah-rungen und Beobachtungen auf dem Gebirgskamm [des Großen Kamerunberges, an dem auch die Station Buea liegt]. Ich beauftragte ihn mit der Errichtung von zwei Schutzhütten aus Wellblech, von denen die eine auf dem nicht ganz 3000 m hohen Kamm, die andere auf dem Gipfel selbst in ungefährer Höhe von 4000 m erbaut werden sollte; beide Hütten wurden in wenigen Wochen fertiggestellt und nach dem erlauchten Paar, welches sich so grosse Verdienste um die Sache der deutschen Kolonialpolitik erworben hat, Herzog Johann Albrechts-Hütte und Herzogin Elisabeth-Hütte benannt. Durch den Urwald wurde ein Fussweg gebahnt bis ins Grasland hinein, um den Aufstieg möglichst zu er-leichtern. Besondere Freude machte mir später die An-lage einer etwas bequemeren und geräumigeren Hütte in Höhe von ca. 1800 m an der idyllisch am Waldrande gelegenen Mussakequelle, die ein beliebter Ausflugsort für die Bewohner von Buea geworden ist. In der Umge-bung liess ich Rosen und Erdbeeren pflanzen und eine Chinarindenplantage anlegen.
…
Am 3. November [1897] erschien Dr. Esch aus seiner luftigen Höhe und meldete die Vollendung der ersten Hütte. Mit ihm und Leuschner besprach ich die Anlage einer Wasserleitung für die Häuser und Ställe der Sta-tion, an deren Ausführung ich unverzüglich herantrat; zunächst begnügten wir uns mit Aufstellung eines hydraulischen Widders in dem Schluchtbach; später wurde 100 m oberhalb der Station im Bach eine grosse Stauanlage errichtet und von hier aus das Wasser in Röhren auf die Sennerei und die Station geleitet.
…
In unseren Mussestunden machten wir längere Spazier-gänge durch die Sennerei, in den Urwald und bis ins Grasland, um uns für eine Besteigung des Berges zu trainieren. Eines Abends genossen wir einen ganz be-sonders schönen und originellen Anblick: Dr. Esch hatte auf dem Zickzackwege, den er an der steilen Gebirgs-wand angelegt, das meterhohe Gras abhauen lassen und hatte es, um das hinderliche und trockene Heu aus dem Wege zu schaffen, oben auf dem Kamm angezündet; der nimmer ruhende Bergwind fachte die Flamme bald hell an und so sahen wir an einem dunklen Abend eine feurige Schlange den Berg hinab kriechen und sich am Rande des Urwalds verlieren.
Am 2. Dezember [1897] brachen Böder und ich zu unse-rer Bergbesteigung auf. Wir nahmen natürlich nur das allernotwendigste an Proviant und warmen Decken mit, um möglichst wenige unserer Leute der von ihnen so gefürchteten Kälte des Berges auszusetzen; immerhin begleiteten uns zehn Eingeborene, da wir ja auch Was-ser mitnehmen mussten, unter ihnen mein unzertrenn-licher Begleiter, der langbeinige und unermüdliche Haussa-Sergeant der Schutztruppe Sani. In zwei guten Stunden marschierten wir auf einem stellenweise doch sehr steilen Pfad durch den Urwald, an dessen Rande wir den ersten Halt machten. Der Übergang aus dem Ur-walde auf die weit ausgedehnten Grasflächen ist fast unvermittelt und ganz scharf abgegrenzt. Am interes-santesten war uns das Durchschreiten der Baumfar-renzone, die sich etwa von 1400 m—1800 m erstreckt. An Stelle der riesigen, dickbelaubten Urwaldbäume tre-ten hier Riesenfarren, deren weiche und faltige Stämme bis zu 10 m hoch sind. Oberhalb dieser Zone wieder hoher Wald mit schon verändertem Baumbestande; aus diesem gelangt man in einen ganz schmalen Streifen niedrigen Buschwerks, um dann plötzlich auf einer schier unabsehbaren Grasfläche zu stehen, die sich wellenförmig vor dem Auge nach allen Richtungen hin ausdehnt; einige 100 m weiter wird das Gras spärlicher, Lavageröll tritt zutage, grossenteils mit Ginster und Heidekraut bestanden; die Heide macht hier, besonders wenn sie mit gelben und roten Blüten bedeckt ist, mit ihrem würzigen Duft einen vollkommen heimatlichen Eindruck. Mittags 1 Uhr erreichten wir, gemächlich marschierend, in einer Höhe von ungefähr 2600 m ein kleines Plateau mit einem einzelnen, schon verkrüp-pelten, aber noch belaubten Baume; hier hatte vor Er-richtung der Schutzhütten Dr. Esch lange in einem Zelt gehaust, und oft hatten wir von der Station aus das helle Fleckchen mit dem einsamen Baum betrachtet; unter-halb des Platzes befinden sich Höhlen, welche in ein-zelnen Löchern Wasser enthalten und deren Ausdeh-nung noch Niemand erforscht hat. Oberhalb dieses Zeltplatzes erhebt sich die steile, von zahllosen Schluch-ten zerrissene Bergwand; die nächsten 400 m brachten uns einen überaus mühsamen und beschwerlichen An-stieg, bis wir endlich, wie über eine scharfe Kante uns hinwegschwingend, auf dem Kamm standen. Ein un-übersehbares Gewirr von Lavafelsen und Geröll breitete sich vor uns aus, Ginster und Heidekraut sind ver-schwunden, das Gestein ist von Moos und Flechten überzogen, vereinzelte, vom Sturm zerzauste Krüppel-bäume in den wunderlichsten Formen stehen umher; ein eisiger Wind pfeift über diese öde Halde und wir sind recht froh, als wir nach einigen 100 Schritten in das Geklüft hinein vor der Johann Albrechts-Hütte stehen. Diese ist natürlich äusserst primitiv, ein rechtwinkliges Gefüge aus leichten Balken, Wände, Dach und Well-blech; eine Scheidewand trennt den Raum der schwar-zen Begleiter von dem Wohnraum für Weisse; letzterer ist leicht mit Brettern verschalt, die zum Schutz gegen den schneidenden Bergwind noch mit Sackleinwand benagelt sind, hat zwei kleine Glasfenster und enthält einen kleinen eisernen Ofen, einen Tisch, zwei Stühle und an der Wand zwei Schlafpritschen. Solange es hell war, kletterten wir noch in den Felsen umher, während unsere Schwarzen unter Heulen und Zähneklappern und eingewickelt in warme Decken Feuerholz zusam-mensuchten und alles für das Nachtquartier vorberei-teten; noch liefern die vereinzelten Krüppelbäume die allernotwendigsten Knüppel zum Feuermachen, bald aber, und für einen längeren Aufenthalt auch schon jetzt, muss trockenes Holz von unten mitgenommen werden. Gegen Sonnenuntergang verstärkte sich der Wind zum Sturm, dicke Nebelschwaden fegten über die Halde hinweg und trieben uns alle unter das schützende Dach. Draußen zeigte das Thermometer + 7° C; um so behaglicher war es in unserem Stübchen bei dem rot-glühenden Ofen, auf dem wir unser Nachtmahl berei-teten, heisse Linsensuppe mit Würstchen und dem un-vermeidlichen Grog. Kurz nach Dunkelwerden erschien als unerwarteter Gast noch Dr. Esch vom Gipfel; er hatte nicht gewusst, dass wir heute kommen würden und war nicht wenig erstaunt, sein Nachtquartier schon besetzt zu finden. Wir richteten uns ein, so gut es ging, und es ging natürlich auch, wie ja alles im Leben bei gutem Willen und unverdrossenem Humor. Am andern Mor-gen früh trennten wir uns, Dr. Esch nach unten, Böder und ich dem Gipfel zustrebend. Unsere Schwarzen liessen wir auf der Hütte, um sie zu schonen; nur Sani und ein unternehmender Togojunge Böders begleiteten uns. Immer wilder und zerklüffteter wird das Lavage-birge. Auf einem ziemlich breiten, wild zerissenen Grad kletterten wir langsam empor, rechts und links roman-tisch geformte Schluchten. Es ist unendlich einsam in der menschenleeren Höhe um uns und bald hindern wallende Nebel den Ausblick. Da plötzlich hören wir ein fernes Getöse, Rufen, Schreien, menschliche Stimmen und Hörnerschall; noch ehe wir uns von unserem Stau-nen erholt haben braust die wilde Jagd am hellen Tage an uns vorbei: ein Dutzend kleine, flinke, laut kläffende Eingeborenenhunde und ebensoviel blasende und ru-fende Bakwirijäger, die Erdferkel und Zwergantilopen treiben. Ohne sich um uns zu kümmern, jagt im Nu alles vorbei, verschwindet in der nächsten schwarzen Schlucht und nur noch geisterhaft tönt aus der Ferne Hundegebell und Hörnerklang zu uns herüber. Es ist mir nie ganz klar geworden, wie die Bakwiri es eigen-tlich anstellen, bei solchen Gelegenheiten ihr Wild zu erlegen, wahrscheinlich treiben sie die gehetzten Tiere mit grosser Schnelligkeit in eine unwegsame Schlucht, in der sie von den unglaublich flinken und scharfen Hunden gefasst und dann von den Schwarzen gespeert werden. Tatsache ist es jedenfalls, dass nicht selten auf diese Weise die wohlschmeckende kleine Gebirgsanti-lope erlegt wird. Immer höher geht’s hinauf, immer kä-lter wird der Wind und immer rauher und rissiger der Felsgrat. Endlich, nach vierstündiger Kletterei, zuletzt in Lavaasche, haben wir die 1000 m überwunden und be-finden uns in einer Kraterhöhlung, in der, gegen den eisigen Nordost geschützt, die Herzogin Elisabeth-Hütte steht, etwa 4000 m hoch. Wir erlebten dieselbe Ent-täuschung, wie alle Besucher des Kamerungipfels: ein weites, ödes Kraterfeld, ohne sichtbare Spitze, von Aus-sicht trotz des klarsten Wetters keine Spur. Da wir nicht die Absicht hatten, hier oben zu nächtigen, und zu müde waren, um in dem Kratergewirr noch länger ziemlich zwecklos umher zu klettern, liessen wir uns im Schutz der Hütte zu einem frugalen Frühstück nieder und er-frischten unsere Lebensgeister durch die einzige mitge-nommene Flasche Pommery und Greno, zu der wir in Anbetracht der frischen Temperatur — 0° und Nordost-sturm — keinen Sektkühler brauchten. Es war so wenig einladend hier oben, dass wir uns nach möglichst kurzer Rast eiligst wieder auf die Socken machten, um in ziem-lich schnellem Abstieg unsere warme Johann Albrechts-Hütte wieder zu erreichen. In jeder Hütte wurde ein von mir angelegtes Fremdenbuch deponiert. Dicke Nebel-schwaden hüllten den Berg ein, kalter Wind pfiff uns um die Ohren, kein Ausblick irgendwohin. Wir machten es uns daher alsbald in der Hütte bequem, der Ofen trat in Funktion, und nach kurzem Souper verfielen wir beide bald in einen tiefen und traumlosen Schlaf. Am andern Morgen hatte sich das Bild verändert. An einem wolkenlosen, blauen Himmel ging die Sonne über dem Gebirge auf und bestrahlte bald das wilde Lavageröll. Vom Rande des Kammes bot sich nun eine herrliche Aussicht auf das Meer, die Inseln und das vom Wald umgrenzte Buea. Der Abstieg den steilen Hang hinunter erschien noch viel beschwerlicher, als der Anstieg, und wir waren froh, als wir endlich am Rande des Waldes eine kurze Rast machen konnten. Während wir hier lagerten, erschienen plötzlich der Forschungsreisende Conrau und der Pflanzer Strauss, die mich in Buea aufgesucht hatten und mir auf den Berg nachgestiegen waren; sie nahmen an unserm Frühstück teil und er-zählten mir ihre letzten Erlebnisse. Besonders Conrau berichtete sehr interessant über sein Leben unter den Bangwastämmen — der Arme hatte noch keine Ahnung von der Gefahr, die ihm dort unter den noch völlig wilden Bergbewohnern drohte und der er in kurzer Zeit zum Opfer fallen sollte. Unter anregenden Gesprächen wanderten wir durch den Bergwald und Baumfarren hinab zur Sennerei und nach Buea, wo der Rest des Tages ausschliesslich der Ruhe gewidmet wurde. Ich fühlte mich am andern Morgen, wenn auch etwas zer-schlagen, völlig wohl; Böder aber, den auf dem Rück-marsch eine Art Bergkrankheit befallen hatte, musste zwei Tage das Bett hüten.«
Über die Mitte 1905 erbaute Mussakehütte schreibt Puttkamer:
»Wir hatten jetzt fast täglich schwere Gewitter und viel Regen; trotzdem liess ich mit dem Bau eines kleinen Unterkunftshauses am Mussakebach etwa 800 m ober-halb von Buea beginnen; es sollte hier vor allem eine Chinarindenpflanzung angelegt und auch sonst klimati-sche Versuche angestellt werden.« Zu der »wunder-hübsch gelegenen Mussakehütte« bemerkt der Gouver-neur des weiteren: »Mitten im Urwald unter hochragen-den, dicht belaubten Baumriesen rieselt aus bemoostem Gestein eine klare, kühle Quelle, wohl der Ursprung des Bueabaches, hier hatte Deistel ein etwa drei Morgen grosses Gelände freigeschlagen und das Häuschen, be-stehend aus zwei Zimmern und umlaufender Veranda, aufbauen lassen; einige 100 Chinarindenbäume waren in richtigen Abständen bereits ausgepflanzt. Einige Dut-zend Rosenstöcke prangten in üppigstem Flor und die frisch angelegten Erdbeerbeete waren rot von Früch-ten; und wenn ich nach getaner Tagesarbeit abends bei höchstens + 7—8° R [R=Réaumur, 7-8° Réaumur = 9-10° Celsius], in einen dicken Mantel gehüllt, auf der Veran-da sass und er Mond über den Baumwipfeln hervorkam und die im Bergwald ziehenden Nebelschwaden silbern beleuchtete, konnte ich mich wohl in einen deutschen Hochwald versetzt glauben, wenn mich nicht das miss-tönende Gebell und Geschrei der im hohen Baumgeäst sich tummelnden Affenherden an die Wirklichkeit ge-mahnt hätte. Mussake ist, wie ich höre, ein beliebter Ausflugsort für die Bewohner von Buea geworden.«
Die folgenden Daten stammen aus dem Deutschen Kolo-nial-Lexikon: Buea. Buea ist der Sitz des Gouverne-ments von Kamerun. Es liegt am südöstlichen Abhang des Kamerunberges auf einer Terrasse in 985 m Höhe. Wegen der schlechten Gesundheitsverhältnisse in Dua-la wurde die Regierungsstation nach Buea verlegt. Buea hat starke Regenfälle und ein kühles nebelreiches Ge-birgsklima, ist aber frei von Malaria und im allgemeinen als gesund zu bezeichnen. 1909 wurde es beim Ausbruch des Kamerunbergs durch ein Erdbeben heimgesucht. Eine Straße verbindet es mit Soppo und Victoria. Soppo, das in 800 m Höhe unterhalb Buea gelegen und mit Victoria durch eine Bahn verbunden ist, ist der Sitz des Kommandos der Schutztruppe. Außer dem Palast des Gouverneurs und den Regierungsgebäuden befinden sich in Buea das Obergericht, die Zollverwaltung, die Bauverwaltung, eine Postagentur und eine Niederlas-sung der Baseler Missionsgesellschaft. Die Westafrika-nische Pflanzungsgesellschaft „Victoria“ und die Firma Woermann & Co. haben in Buea Faktoreien. Buea ist durch Telegraph und Telephon mit Duala verbunden. Buea hat folgende Viehzuchtstationen: a) Sennerei Buea, begründet 1898. Reinzucht des Allgäuer Rindes; b) Vor-werk Buea, begründet 1901. Kreuzungszucht zwischen Allgäuer Bullen und dem einheimischen (buckellosen) Waldlandrind; Schweinezucht; Ackerbaubetrieb zur Ge-winnung von Kraftfutter für die Herden. Oberleitung in Händen der Verwaltungsstation Buea; weißes Personal je 1 Senne.