Die Bucht von Potsdamhafen liegt im Norden von Kaiser-Wilhelms-Land auf einer schmalen Ebene einem Gebirge vorgelagert. An einem hohen Abhang steht das »Schloß am Meer« des Leiters der Potsdamhafener Niederlassung der Neuguinea-Kompagnie. Zu Füßen des stattlichen Gebäudes ziehen sich mächtige Kokoswälder und Gummibaumplantagen nach allen Seiten hin und von Jahr zu Jahr an Ausdehnung zunehmend, von Reise zu Reise der Manila mehr Ladung bringend.
Mehrere große Häuser im Mittelpunkt der Bucht bilden die Missionsniederlassung Monumbo, welche seit ihrer Gründung 1899 große Plantagen bearbeitet. Im ge-schützten westlichen Teil der Bucht ist eine kleine Lan-dungsbrücke auf dem Korallenboden erbaut und mit ihrer Hilfe können einkommende Güter in den an-schließenden Ladeschuppen gebracht werden oder aus-gehende Kopra kann verfrachtet werden. Im Osten be-schließt ein mit Kokospalmen bepflanztes Inselchen die Bai. Auf der Insel stand die Wohnhütte und der Händ-lerschuppen der Neuguinea-Kompagnie, um gegen feindliche Überraschungen der Einheimischen gesi-chert zu sein, bis sich die Beziehungen zu den Einge-borenen verbesserten und die Kompagnie auf das Fest-land zog.
In der Umgebung von Potsdamhafen macht der Arzt und Völkerkundler Rudolf Pöch 1904–1906 mit einem Edison-Phonographen auf Phonographenwalzen Tonauf-nahmen von Gesängen des dort lebenden Volkes der Monumbo.