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Misahöhe

Benannt ist Misahöhe nach der Geliebten des Kaiser-lichen Kommissars für Togoland um 1890, Jesko von Puttkamer, Mária Esterházy de Galántha, genannt Misa. Hans Gruner, der langjährige Bezirksamtmann des Be-zirks Misahöhe, aufgewachsen in Thüringen, verleiht seinem Amtssitz das Aussehen eines thüringischen Gebirgsdorfes. Die am Hang gelegene Station blickt in eine Tiefe und ziemlich steile Schlucht hinab. Das Deutsche Kolonial-Lexikon weiß über Misahöhe zu berichten:

Misahöhe, Sitz der Lokalverwaltung des gleichnamigen Verwaltungsbezirks (Bezirksamts) in Südtogo. Das Be-zirksamt Misahöhe wurde im Jahre 1890 als Station gegründet; es liegt im zentralen Togogebirge in nächster Nähe des Françoispasses [Benannt nach dem deutschen Offizier Curt von François], etwa 8 km von Palime, dem Endpunkt der Inlandbahn Lome-Palime entfernt, mit dem es durch eine Fahrstraße verbunden ist. In Misa-höhe werden regelmäßig Regenmessungen angestellt. Bei Misahöhe befindet sich eine größere Regierungsver-suchspflanzung. In der Nähe von Misahöhe auf dem Berge Klutó ist ein Schlafkrankenlager eingerichtet, das unter der Leitung eines Regierungsarztes steht. Dem Bezirksamt Misahöhe unterstehen als Verwaltungs-nebenstellen die Stationen Ho und Kpandu. Seehöhe 470 m.