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Allgemeines Leben I




1913. Georg Escherich befindet sich im Urwald von Kamerun und hört von Gorillas in der Nähe. Escherich:




Am 7. November 1914 stirbt Bischof Heinrich Vieter mit 61 Jahren in Jaunde. Noch im Februar war er auf Deutschlandbesuch und wurde am 7. Februar 1914 in Berlin von Kaiser Wilhelm II in Audienz empfangen. Vieter war als Pallottiner-Missionar 1890 mit weiteren Missionaren seines katholischen Ordens nach Kamerun gekommen. Nach dreizehn Missionsjahren mit der Eröffnung von Stationen und Schulen wird Vieter 1904 vom Papst zum Bischof ernannt und so wird Vieter der erste Bischof von Kamerun. Im September 1906 führt er in Duala die erste Synode der katholischen Kirche in Kamerun durch. Die Synode ist das Beratungsorgan des Bischofs, zu dem er Priester und andere Gläubige seiner Diözese zur Teilnahme einlädt.    

Karl Atangana, seit 1897 in der Pallottiner-Mission in Kribi erzogen, seit 1900 in der deutschen Kolonialver-waltung tätig und Häuptling der Jaunde, schenkt den Pallottinern das Landgut Mvolye bei der beständig wachsenden deutschen Stadt Jaunde, auf dem die Pal-lottiner eine Station bauen. Dort lebt Vieter in seinem Bischofshaus. In seinen letzten Lebensjahren ist der Bischof durch physische Erschöpfung und tropische Krankheiten geschwächt. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung findet Vieter in Mvolye seine letzte Ruhe-stätte.