Im Mai 1898 kommt Otto Schloifer mit dem Schiff in Daressalam an:
»Als wir in den schönen Hafen von Daressalam ein-liefen, waren alle Passagiere entzückt. Die Stadt mit den wunderhübschen Häusern und prachtvollen Anlagen war ein Schmuckkästchen geworden. Die Mohren fielen durch Sauberkeit und Höflichkeit angenehm auf; Bette-lei gab es nicht.«
Die palmenumsäumte Hafenbucht von Daressalam, dem Haus des Friedens, wie der Stadtname auf arabisch heißt, ist von einem unbedeutenden arabisch-indischen Fischer- und Handelsplatz bis 1914 zu einer für die Verhältnisse Afrikas großen Stadt von 25.000 Ein-wohnern gewachsen, davon etwa 2500 Inder. Die weiße Bevölkerung der Stadt macht 1914 über 1000 Köpfe aus, darunter 400 Frauen und Kinder.
In den Vierteln der Inder und Araber gibt es eine Vielzahl von Läden, Handwerksbetrieben und Basaren. Durch das Europäerviertel ziehen sich von schatten-spendenden Akazien bestandene breite Straßen. Am Ufer der Bucht steht der strahlend weiße Gouverneurs-palast und weitere ansehnliche Bauten. Regierungs-gebäude, Zoll- und Postamt, zwei große Kirchen, Moscheen, Schulen, Krankenhäuser, Gewerbeeinrich-tungen, Hotels, Restaurants, die schönen Anlagen der Clubs, Geschäftsniederlassungen, Läden und Wohn-häuser. Überall sieht man stattliche Häuser, gute Stra-ßen und schön angelegte Gärten und selbstverständlich der Hafen bilden die Kulisse der Stadt.
Größere gewerbliche Unternehmungen sind errichtet, so unter anderem Möbeltischlereien, Sodafabriken, Seifenfabriken, Eisfabriken, Druckereien, eine Zeitung, die seit 1899 erscheinende Deutsch-Ostafrikanische Zeitung, eine Brauerei und ein Elektrizitätswerk. Seit März 1913 ist auch die Funkstation von Daressalam in Betrieb. Im Hafen ist seit 1902 ein Schwimmdock für Schiffsreparaturen vorhanden und die Deutsche Ost-Afrika-Linie unterhält einen regelmäßigen Schiffsver-kehr nach Deutschland und anderen europäischen Län-dern.
Daressalam, die Hauptstadt von Deutsch Ostafrika, ist eine der schönsten Tropenstädte der Welt. Es gibt aber natürlich auch Unannehmlichkeiten in der Stadt. So haben die Anlieger des Sportplatzes von Daressalam mit dem Geruch der daneben stattfindenden Leichenver-brennungen der Inder zu leben. Im Inderviertel kommt es auch immer wieder zu aufflammenden Pestfällen, eingeschleppt von Neuankömmlingen aus Indien.
Als Ergänzung des in Daressalam bestehenden Kultur-gartens wird im Juni 1902 das Kaiserliche landwirt-schaftlich-biologische Institut in Amani in den Bergen von Ostusambara gegründet.
1904 findet die erste landwirtschaftliche Ausstellung der ostafrikanischen Kolonie Deutschlands in Daressalam statt.
Mit dem Bau der Mittellandbahn seit 1905 von Dares-salam aus gewinnt mit jedem weiteren fertiggestellten Kilometer die Stadt an Bedeutung als Seehafen. Ende 1905 sind die ersten 40 km dem Verkehr übergehen und in Daressalam hat man am Hafen die Ladevorrich-tungen durch Aufstellung von Ladekränen wesentlich verbessert. Nun können die auf den Seedampfern ver-ladenen Schwellen, Schienen, Lokomotiven und Wagen schnell an Land gebracht werden.
Ist die Stadt bis 1905 fast nur eine deutsche Beamten-stadt für die Verwaltung der Kolonie, so verlegen mit dem Bau der Bahn und dem Ausbau des Hafens mit geräumigen Lagerschuppen und modernen Lösch- und Ladevorrichtungen die großen deutschen Handels-firmen ihre Niederlassungen von der gegenüber von Daressalam liegenden britischen Insel Sansibar nach Daressalam.
Der Unternehmer Otto Schloifer besucht mit seiner Frau im März/April 1909 Daressalam. Er schreibt: »Daressalam hatte sich seit unserem letzten Besuch [im Juli 1905] weiter vergrößert und verschönert; viele neue Bauten, Gärten und Parkanlagen waren entstanden. Der wirtschaftliche Aufschwung war enorm; mit dem Bau der Zentralbahn [von Daressalam aus] war vor drei Jahren endlich begonnen worden… Je weiter die Bahn ins Innere eindrang, desto mehr Pflanzungen von Kaffee, Sisalhanf, Baumwolle, Kautschuk, Mais, Reis, Erdnüssen und dergleichen wurden angelegt und desto mehr große und kleine Kaufleute konnten Geld ver-dienen. Die Zahl der Europäer hatte stark zugenommen; allein die beiden Eisenbahngesellschaften, Philipp Holzmann für die Zentralbahn und Lenz & Co. für die Nordbahn [Tanga-Moschi], unterhielten ein Heer von Technikern und kaufmännischen Angestellten im Lande. — Gesellschaftlich war fast zuviel los. Der Gouverneur, Freiherr von Rechenberg, war ebenso gastfrei wie sein Vorgänger Götzen und machte, obwohl er Junggeselle war, ein großes Haus; bei allen Festlichkeiten repräsentierte als erste Dame des Landes in ihrer reizenden liebenswürdigen Art Frau Minna, die Gattin des Oberstabsarztes Dr. Meixner. Wir sahen zahlreiche Freunde wieder, die wir im Laufe der Jahre irgendwo im Innern getroffen hatten, und machten bei vielen Familien und Firmen Besuch, wobei wir uns der Rickscha bedienten, eines in großer Menge aus Ostasien eingeführten, von einem aufgeputzten Mohren gezo-genen, zweirädrigen Wägelchens. Täglich war irgendwo eine Gesellschaft, entweder auf dem Lande oder auf dem Wasser, denn im Hafen lagen Kriegsschiffe unter dem Kommando des Fregattenkapitäns Meurer. Es war dafür gesorgt, daß wir uns anständig revanchieren konnten; das neu eröffnete Hotel Kaiserhof, in dem wir wohnten, war in bezug auf Komfort, Unterkunft und Verpflegung das beste an der ganzen ostafrikanischen Küste. Selbstverständlich verkehrten wir auch freund-schaftlich mit dem Bürgermeister (Liwali), dem prächtig aussehenden und vornehmen Vollblutaraber Soliman bin Nassor. — Am 3. April 1909 wurde unter allgemeiner Beteiligung das schöne Wißmann-Denkmal einge-weiht…
Man kleidete sich in der Residenz sehr elegant, immer schneeweiß, und es fiel angenehm auf, daß auch die Wasuaheli sauber angezogen waren und sich tadellos benahmen; Bettelei z. B. gab es nicht. Ebenfalls er-schienen mir die jungen Mädchen besonders hübsch und graziös; sie verwandten auch viele Stunden täglich auf ihre Frisur und Körperpflege. Als ich einmal eine Bibi fragte: “Was tust Du eigentlich?”, antwortete sie mir etwas pikiert: “Was ich tue? Kasi yangu usuri.” (“Meine Arbeit ist Schönheit.”); sie hatte nichts weiter zu tun, als sich schön zu machen und möglichst lange schön zu erhalten.
Zivilisation und Wildnis waren auch hier nahe bei-sammen. Noch vor wenigen Jahren wurde Graf und Gräfin Götzen beim Spazierenfahren mit ihrem be-rühmten Schimmelgespann in den Anlagen, in der Nähe ihres Palastes von einem Leoparden überrascht, der sich zum Sprung anschickte, aber durch einen Peitschenhieb des Grafen so verdutzt wurde, daß er sich anders besann und kehrt machte. Schlimmer ist es viele Jahre später den beiden Deutschen Schulz [Wilhelm Schultz] und Korth ergangen, die am Rande der Stadt von einer Löwin angefallen wurden; Schulz, der allen Ostafrikanern be-kannte, ungemein tüchtige und beliebte Bierbrauer und Eisfabrikant, wurde getötet und Korth schwer verletzt.«
Nach dem Löwenangriff stirbt Wilhelm Schultz an Blut-vergiftung im Krankenhaus in Daressalam.
Daressalam vorgelagert sind die beiden Makutumbe-Inseln. Die äußere trägt den Leuchtturm, die innere die Quarantänestation. Noch nahe dem Ufer sieht man vom Schiff aus nur das imposante auf hoher Uferrampe gelegene Krankenhaus, aber noch nichts von der Stadt selbst. Nach der schmalen Einfahrt nach Daressalam kommt eine fünf Kilometer lange und ¾ Kilometer breite Bucht als Ankerplatz und der Blick öffnet sich auf die im Halbkreis an der Bucht liegende Stadt.
Im Gegensatz zu anderen Häfen am Indischen Ozean hat der Ankommende hier wie in Tanga, dem zweitgrößten Hafen von Deutsch Ost nach Daressalam, weder unter der Zudringlichkeit einheimischer Händler noch unter der Übervorteilung durch Bootsleute und Rikschafahrer zu leiden. Deutsche Ordnung hat diese den Reisenden nervenden Probleme gelöst.
In Daressalam ist die Bevölkerung schon weitgehend vom Tierleben im Lande abgeschnitten. Die letzten Löwenspuren im Stadtgebiet hat man 1904 gesehen, als noch nächtens diese Raubtiere sich bis in die Stadt wagten. Nur wenn Tiertransporte aus dem Landes-inneren zum Hafen gehen, für deren Reise nach Europa, kann man ein Wildtier in Daressalam sehen oder Bewohner solche Tiere halten. Ein Schutztruppenoffizier hält zwei zahme Geparden und spaziert mit ihnen durch die Straßen und Parks der Stadt.
Der Großwildjäger Hans Schomburgk bringt 1908 einen jungen Elefanten nach Daressalam. Mit seinen beiden schwarzen Wärtern geht das Tier tagtäglich durch die Stadt und bildet für alle Einwohner, namentlich für die Kinder, eine Quelle der Freude und Belustigung. Der kleine Elefant dient auch als Träger für Werbung. So steht »Heute frische Wurst und Wellfleisch« auf Papptafeln an den Seiten des Elefanten, wenn Seiler & Thomas frisch geschlachtet haben.
Oft bilden sich Menschengruppen um das junge Tier und es werden ihm Leckerbissen zugesteckt. Kommen ihm bei solchen Gelegenheiten seine Wärter, die manchmal absichtlich weitergehen, aus der Sicht, so läßt er plötzlich ein ängstliches Trompeten hören, trabt ihnen nach und reibt sich dann kameradschaftlich an den glücklichen Eingeborenen.
Schließlich geht Jumbo als erster ostafrikanischer Ele-fant mit einem Tiertransport von Hagernbeck mit vielen anderen Tieren mit dem Schiff nach Europa und kommt in den von Hagenbeck angelegten Zoologischen Garten von Rom, wohin er den Elefanten verkauft hat.
Christoph Schulz, der Vertreter des Hauses Hagenbeck vor Ort, hat einen Elefanten von der Regierung in Britisch Ostafrika gekauft und verschifft ihn Mitte 1914 in Daressalam. Es ist nicht der erste Elefant, der in Dare-ssalam verschifft wird, aber dieser Elefant ist für afrika-nische Verhältnisse etwas besonderes. Beim Übersetzen mit Bauchgurten durch einen Kran auf einen Leichter, der das Rüsseltier dann zum Überseeschiff auf der Reede bringen soll, sitzt ein Mensch auf dem Elefanten – sein Mahut. Es ist ein indischer Elefant. Da afrikanische Elefanten nicht zur Arbeit abgerichtet werden können versuchten es die Engländer mit importierten indischen Arbeitselefanten. Aber in Afrika wollten die Tiere nicht wie sie sollten und so konnte Schulz einen der indischen Elefanten für Hagenbeck erwerben.
Auch zwei Nashörner werden verladen. Um die wüten-den Tiere an Bord des Schiffes zu beruhigen sollen ihre beiden bisherigen Wärter, zwei baumlange Massai, auf den Frachter. Doch die beiden Massai-Krieger zittern und weinen vor Angst und die Zuschauer am Strand lachen über die sonst so stolzen Krieger. Die Massai haben noch nie das Meer gesehen und auch kein Schiff und so ist die Verladung der Nashorn-Betreuer auf das Schiff bald noch schwieriger als die der Nashörner selbst.
Bis zur Einführung des Jagdgesetzes von 1909, daß nur zwei Elefantenabschüsse pro Jahr pro Jagdscheinbesitzer erlaubt, kommen Elefantenjäger wie Schomburgk in die Stadt, meistens Engländer, Buren und Deutsche, deren Heimat der Busch ist und die nach Monaten der Jagd mit ihrer Trägerkarawane zur Küste kommen, um das Elfenbein zu verkaufen. Für das zivilisierte, geregelte europäische Leben sind diese rauhen Gesellen meist nicht mehr zu gebrauchen. Nach dem Verkauf des Elfenbeins sind sie wochenlang in der Stadt am Schwel-gen und Saufen, um dann wieder für Monate im Busch zu verschwinden – für die nächste Elefantenjagd.
Die Beschreibung des Deutschen Kolonial-Lexikons der Hauptstadt von Deutsch Ostafrika: Daressalam (arab.: Haus des Heils), Hauptstadt und Verwaltungsbezirk von Deutsch-Ostafrika, ferner apostolisches Vikariat der katholischen Mission.
Die Stadt Daressalam ist unter allen guten Hafenorten der ostafrikanischen Küste derjenige, der Sansibar, dem ehemaligen Schlüssel des tropischen Ostafrika, am nächsten liegt. Die zunächst von N nach S gerichtete äußere Einfahrtsrinne hat zur Rechten das Festland, zur Linken eine Anzahl von Riffen und kleinen Inseln (darunter Außer- und Innermakatumbe, ersteres mit Leuchtturm, letzteres Quarantäneinsel). Inseln und Küstensaum sind zum großen Teil aus pleistozänem gehobenem Korallenriffkalk aufgebaut, der sich hier und da, so beim Ras (arab.: Vorgebirge) Tschokir, zu einer bis 6 m hohen Steilküste über die aus demselben Material bestehende Abrasionsfläche im Bereich der Gezeitenbewegung erhebt. Da etwa, wo über dem tiefen Grün der Kokospalmen und Mangobäume sich im Hintergrund die beiden Kirchtürme Daressalams zei-gen, biegt der Weg des Schiffes nach rechts. Man fährt scheinbar auf den Strand los und befindet sich plötzlich in der eigentlichen S-förmig gekrümmten Einfahrt (nur 270 m breit, nutzbar an der schmalsten Stelle nur 80 m) in das Hafenbecken. Diese Überraschung erhöht den Reiz des hervorragend schönen Landschaftsbildes.
Im Halbkreis auf 5—10 m hohem Steilufer nördlich um den geräumigen Hafen liegt die Europäerstadt mit ihren weißen Häusern. Die dahinter nach NW zu liegende Eingeborenenstadt hat europäischen Bauplan. Der ei-gentliche Hafen ist etwa 1½ zu 1 km groß und gewährt überall guten Ankergrund. Mit einer über 3 km langen, 700 m breiten Wasserfläche schließt sich der Südhafen an; beide sind Creeks. Dieser vorzügliche Hafenplatz wurde vor der Besitzergreifung durch Deutschland nur wenig benutzt. Daressalam hatte vorübergehend in den sechziger Jahren einem Sultan von Sansibar als Neben-residenz gedient, war dann wieder schnell gesunken. 1887 bei Gründung der Station hatte der Ort 3000 bis 4000 Einwohner, am 1. Januar 1913: 22.213, darunter 967 (703 männliche, 264 weibliche) Europäer und etwa 2500 Inder einschließlich etwa 250 Goanesen. Die geschickte und an vielen Reizen reiche Anlage, die Sauberkeit der Stadt werden von jedem Besucher gerühmt; durch Austrocknung großer Sumpfwiesen ist Daressalam ein verhältnismäßig gesunder Ort geworden. (Regenmenge 1073 mm im 20jährigen Mittel) Daressalam ist durch seine Lage der gegebene Ausgangspunkt für die 1914 bis zum Tanganjika vollendete Zentralbahn. Seit dem Be-ginn ihres Baues, 1905, hat sich der Handel sehr geho-ben. Der Ausbruch der Pest in Sansibar im Jahre 1905 und die dadurch nötigen Absperrungen leiteten einen Teil des Handels von dem bisherigen Umweg über Sansibar ab, so daß diese Stadt ihre Stellung als Um-schlagsplatz zu einem Teil an Daressalam abgab. Die Hauptvertretungen einiger großer Firmen für Ostafrika, so die der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft wur-den nach Daressalam verlegt.
Noch 1904 waren in Millionen Jahrestonnen die Werte der Einfuhr 4854, Ausfuhr 1253, insgesamt 6106; 1912 dagegen waren die entsprechenden Zahlen 26.936, 6386, 32.321. Die Einfuhr ist natürlich durch den Bau der Zentralbahn und die hierbei nötigen Menschenmengen bedingt; an Metallen, Metallwaren, Maschinen usw. wurden 1911 für 9,904, an Textilwaren usw. für 7,640, an vegetabilischen Lebensmitteln für 3,086 Millionen Mark eingeführt. In der Ausfuhr sind wichtig Erzeug-nisse der Forstwirtschaft (besonders wild gewachsener Kautschuk) 1,162 Mark, Ölfrüchte 0,860 M, Fasern (Baumwolle und Sisal) 0,977 M, tierische Rohstoffe (besonders Elfenbein) 1,361 M, mineralische Rohstoffe (besonders Glimmer) 0,708 M. Der Schiffsverkehr be-trug 1912 164 einlaufende Schiffe mit 644.306 Register-tonnen, dazu 103 Gouvernementsdampfer mit 16.466 Registertonnen. Ferner liefen 702 Dhaus ein mit 15.919 t Rauminhalt.
Daressalam ist seit 1890 Sitz des Gouvernements von Deutsch-Ostafrika, hat infolgedessen einen rings um das Gouverneurspalais liegenden Regierungsstadtteil im Osten, Postamt, Telegraphenstation (Endpunkt des von Sansibar kommenden Kabels, des Küstenkabels nach Bagamojo und zweier Überlandtelegraphen sowie draht-lose Station), evangelische Kirche und evangelische Mission, katholische Kirche, Bischofssitz und Mission, Bank, 6 Gasthöfe (der Kaiserhof I. Ranges), Klub, Bier-brauerei, großes Krankenhaus, große Werkstätten der Gouvernementsflottille in dem südlich des Hafens gele-genen Kurasini. 18 europäische Handelsgesellschaften waren 1913 in Daressalam vertreten, dazu kamen 58 europäische Geschäftsleute aller Art, einige syrische, 4 goanesische, etwa 60 indische Firmen, 15 Wirtschaften für Farbige. Am 1. April 1914 ist in Daressalam die ostafrikanische Städteordnung eingeführt worden.