Der Naturraum Kameruns kann als »Afrika im Kleinen« beschrieben werden, da er alle wesentlichen Klima-zonen und Vegetationen des Kontinents beherbergt: Meeresküste, Gebirge, Regenwald, Savanne und im äu-ßersten Norden Wüste. Das Landesinnere besteht vor-wiegend aus flachen Hochebenen, die sich nach Norden bis zum Hochland von Adamaua und dem Mandara-Gebirge erheben, um dann allmählich zur Niederung des Tschadsee im äußersten Norden abzufallen. Das höchste Gebirge ist das an der Küste gelegene Kame-rungebirge mit 4070 m. Das Schutzgebiet steigt im übri-gen in Terrassen mit vielen aufgesetzten Gebirgszügen im allgemeinen nach Osten und Nordosten an (Adama-uagebirge bis 3000 m, Nguakeli im Süden ca. 1500 m). In Deutsch-Bornu das Mandara-Gebirge.
Die Regen- und Trockenzeiten liegen in den verschie-denen Gebieten der Kolonie sehr verschieden und wei-chen auch in den einzelnen Jahren voneinander häufig nicht unbedeutend ab. Hauptregenzeit ist zumeist Mai bis Oktober. Das Küstengebiet am Kamerunberg gehört zu den regenreichsten Gebieten der Erde.
Die Küste und der Kamerunberg sind dicht bewaldet. Nach Norden geht der Urwald in Grasland über bis zur Sumpfvegetation des Tschadsee-Gebietes.
Es gibt eine reiche Insektenwelt. Die Flüsse wimmeln von Alligatoren. Bunte Vogelwelt (vom Kolibri bis zum Nashornvogel). Unter den Säugern sind zahlreiche Arten von Affen (Schimpanse und Gorilla), Raubtieren (Leo-parden), Dickhäutern (Elefanten, auch in Küstennähe) und Zweihufern. Kamerun ist nicht so wildreich wie Deutsch-Ost- und Deutsch-Südwestafrika.