Wie alle deutsche Kolonien, bis natürlich auf die Mari-nebasis Tsingtau, ist auch die größte deutsche Kolonie, Deutsch Ostafrika, nicht auf einen Krieg vorbereitet. Die Verhältnisse gestatten es dann aber das Schutzgebiet lange Zeit feindfrei zu halten und durch die Umstellung der Wirtschaft eine Eigenversorgung der Kolonie zu er-reichen, die bei einem siegreichen Ausgang des Krieges für Deutschland bedeutende Auswirkungen nicht nur auf Deutsch Ostafrika selbst, sondern auf alle deutschen Kolonien gehabt hätte.
1917, dem Jahr bis zu dem Gebiete Deutsch Ostafrikas in deutscher Verwaltung bleiben und das anschließende Nordmosambik durch deutsche Kolonialtruppen besetzt wird, ist England durch den deutschen U-Bootkrieg und dem dadurch bewirkten Zusammenbrechen seiner Versorgung über See, beinahe zur Kapitulation vor Deutschland gezwungen.
Der damalige britische Premierminister David Lloyd George sagt nach dem Krieg: »Hätten die Deutschen die Kraft ihrer Unterseeboote etwas eher auszunutzen be-gonnen, wer weiß, ob das britische Reich heute noch be-stünde?«
Winston Churchill: »Darf ich es sagen? Wir sind nur eben so durchgekommen. Unser Erfolg hing an einem kleinen, dünnen, gefährdeten Faden. Nur ein wenig mehr U-Bootskrieg und der Hunger hätte uns alle zur unbedingten Übergabe gezwungen.«
Nach dem Ende Englands wären Frankreich und Ruß-land gefallen und der Krieg siegreich für Deutschland ausgegangen. Die erstaunlichen Erfahrungen der Kriegswirtschaft in Deutsch Ostafrika hätten sofort für die friedliche Weiterentwicklung in Ostafrika, als auch in den anderen Kolonien, genutzt werden können.