1908/09 sind Professor Dr. Karl Sapper und Dr. Georg Friederici für die Landeskundliche Kommission des Reichskolonialamtes und dem Hanseatischen Südsee-Syndikat auf der Hanseatischen Südsee-Expedition im Bismarck-Archipel unterwegs zur geographischen Er-forschung der Inseln des nördlichen Bismarck-Archi-pels. Sapper ist Geograph und Völkerkundler, Friederici ist Völkerkundler und betätigt sich bei der Expedition ebenfalls als Erdkundler.
Friederici: »Die erste Koralleninsel, auf der Sapper und ich einige Zeit verweilten, Kung bei Neu-Hannover, be-sitzt ihre großen Reize. Besonders eindrucksvoll wirkten die Abende mit ihrem herrlichen Sternenhimmel, mit dem Leuchten der Glühwürmchen, dem Zirpen der Zi-kaden im Urwald und dem eintönigen melancholischen Gesang unserer schwarzen Jungens, der vom Strand he-raufkam. Manches Mal haben Sapper und ich, gemein-sam oder jeder für sich allein, stillschweigend am Stran-de gestanden, um das prachtvolle Schauspiel der kurzen Abenddämmerung zu genießen: vor uns im Wasser drei unserer Jungens, nur vom Gürtel an sichtbar, beim Fischen; neben uns auf dem Strand, blendendweiß und leuchtend, meine beiden Auslegerboote; gegenüber die nebelhaften Höhen von Neu-Hannover, die sich aber scharf von dem prächtigen Sternenhimmel abheben. Über ihnen steht strahlend das Südliche Kreuz, während zur Rechten der Orion über Palmwedeln emporkommt.«